Ratgeber
Was die Kilo bei der Besaitung bedeuten
Auf jedem Auftrag steht eine Zahl in Kilogramm. Sie sagt, mit welcher Kraft die Saite aufgezogen wird – und sie verändert das Spielgefühl stärker als die meisten Rahmenwechsel.
Die Grundregel
Härter bespannt heißt: mehr Kontrolle, weniger Power. Die Saite gibt weniger nach, der Ball springt weniger weit vom Bett ab. Wer von sich aus viel Tempo macht, gewinnt damit Präzision.
Weicher bespannt heißt: mehr Power, mehr Komfort. Das Saitenbett arbeitet mit, der Ball fliegt länger, und die Belastung für Arm und Schulter sinkt spürbar.
Übliche Bereiche
Für Tennis liegen die meisten Freizeit- und Vereinsspieler zwischen 20 und 27 Kilo, die grosse Mehrheit zwischen 22 und 26. Wer eine Polyestersaite spielt, geht üblicherweise ein bis zwei Kilo unter den Wert, den er mit Multifilament fahren würde – Polyester ist von sich aus schon härter.
Für Badminton und Squash gelten ganz andere Zahlen: Badminton liegt zwischen etwa 9 und 13 Kilo, Squash bei rund 10 bis 13. Die Werte sind nicht übertragbar, weil Rahmen und Saite völlig anders gebaut sind.
Was auf dem Rahmen steht
Fast jeder Rahmen hat eine Spanne aufgedruckt, oft etwas wie 21–28 kg. Das ist die Freigabe des Herstellers, keine Empfehlung. Innerhalb dieser Spanne ist alles zulässig; darüber hinaus geht die Garantie und im Zweifel der Rahmen.
Wenn du unsicher bist
Zwei Wege, die beide funktionieren: Du nennst den Wert, den du zuletzt gespielt hast – der steht bei uns im System und kommt beim nächsten Mal automatisch wieder. Oder du lässt es offen, dann wird die Härte zur Saite und zu deinem Spiel passend gewählt und im Auftrag festgehalten.
Wer es genauer will, bekommt vom Saitenberater einen Vorschlag für längs und quer getrennt – mit Begründung.