Ratgeber
Wenn der Arm wehtut
Vorweg, damit hier keine falsche Erwartung entsteht: Eine Besaitung heilt keinen Tennisarm. Sie kann die Belastung aber deutlich senken – und eine schlechte Kombination kann sie deutlich erhöhen.
Die drei Stellschrauben
Material. Reines Polyester ist die härteste übliche Wahl. Wer Beschwerden hat, fährt mit Multifilament oder einem Hybrid meist spürbar besser.
Härte. Zwei Kilo weniger sind im Arm deutlicher zu spüren als im Ergebnis auf dem Platz.
Alter. Der unterschätzte Punkt: Eine alte, ausgespielte Polyestersaite ist härter im Anschlag als eine frische. Wer zu lange wartet, spielt genau in der Phase, in der es am meisten belastet.
Was das praktisch heißt
Die übliche erste Maßnahme ist ein Hybrid: Polyester längs, Multifilament quer, und ein bis zwei Kilo weniger als bisher. Damit bleibt der größte Teil der Kontrolle erhalten, die Belastung sinkt aber messbar.
Wer ganz auf Multifilament wechselt, gewinnt beim Komfort am meisten und muss sich an mehr Eigenpower gewöhnen – das braucht zwei, drei Einheiten.
Wo die Besaitung aufhört
Griffstärke, Schlagtechnik und Belastungssteuerung machen einen größeren Unterschied als jede Saite. Anhaltende Beschwerden gehören ärztlich abgeklärt – das ist keine Frage der Bespannung mehr.